Felix Hengesbach

o.T., 2020, Öl und Acryl auf Leinwand, 150 x 120 cm

o.T.

Die Malereien von Felix Hengesbach speisen sich aus verschiedenen Inspirationsquellen. Erlebtes, Geträumtes oder einfache Beobachtungen werden miteinander kombiniert und collagiert. Die Entscheidungen darüber, wie er verschiedene Bildelemente zueinander in Beziehung setzt, trifft Hengesbach häufig spontan während des Malprozesses, am finalen Bildgrund. Häufig unterbricht er die Arbeit an einem Werk für mehrere Tage. Durch den so wieder frischen Blick auf das bereits Geschaffene kann es zu Änderungen in der Komposition kommen: Es entstehen beispielsweise neue Abzweigungen seiner architekturähnlichen Elemente, und auch figurale Formen und Farben können sich zugunsten bildinterner Abhängigkeiten ändern. Hengesbach stellt während des Malprozesses auch schon mal die Leinwand auf den Kopf, um neue Zusammenhänge zu erkunden und andere Kompositionsmöglichkeiten auszuloten.

 

Wann eine Arbeit fertig ist, hängt für den Künstler davon ab, dass sich ein Gefühl subjektiv empfundener Stimmigkeit einstellt. Dies geschieht in der Regel dann, wenn einerseits eine bestimmte optische Erwartung, andererseits aber auch der eigene Anspruch erfüllt ist, in dem Gemälde bestimmte Themen dargestellt oder Aufgaben erledigt zu haben.

 

Die Motive der Arbeiten von Felix Hengesbach entstehen in der Auseinandersetzung mit Inhalten des (zuvor noch) Unbewussten. So können sich unterschiedliche Dimensionen möglicher Realität und Irrealität vermischen: Es entstehen beispielsweise Architekturen, die es so nicht geben kann. Sie suggerieren zwar zunächst, dass man sich dorthin begeben könnte. Nach einem spielerisch-unbefangenen Eindruckserleben stellt der Betrachter jedoch fest, dass Perspektiven, Größenproportionen und Statik nicht den Gegebenheiten entsprechen, die wir aus unserer Umwelt kennen. Die Orte sind nicht begehbar und bleiben unbewohnbar.

Vita

1991
geboren in Wuppertal

 

seit 2017
Studium der Freien Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Stefan Kürten und Prof’in Sabrina Fritsch

 

2011 – 2016
Studium der Kunst an der Bergischen Universität Wuppertal

 

AUSSTELLUNGEN (AUSWAHL)

2018
„Die Grosse“, Museum Kunstpalast // Düsseldorf

„7 Taxen“, Kunsthaus Mettmann // Mettmann

 

2016
„Kunst- und Museumsnacht“, Bildhauereiatelier der Bergischen Universität Wuppertal // Wuppertal

Weitere Werke

o.T., 2020, Öl und Acryl auf Leinwand, 110 x 70 cm

o.T., 2020, Öl und Acryl auf Leinwand, 180 x 150 cm