Sara Hoffmann

Ohne Sorge, 2020
Full-HD, Ein-Kanal, 23:22 min, Farbe, Ton, Maße variabel, Kamera & Schnitt: Sara Hoffmann, Musik: Patrick Huven, Farbkorrektur: Ewald Hentze, Produktion: KHM & Sara Hoffmann

Ohne Sorge, 2020
Filmstill

Ohne Sorge
Ausstellungsansicht Cherry Picking Paradise im Matjö – Raum für Kunst, Köln, 2020
© Foto: Stefani Glauber

Ohne Sorge
Ausstellungsansicht Phantom Horizons #39 im Künstlerhaus Bethanien, Berlin, 2021
© Foto: Sara Hoffmann

Ohne Sorge

Sara Hoffmann reflektiert in ihrer künstlerischen Arbeit Aspekte der Globalisierung sowie der ökologischen Krise. Der Künstlerin gelingt es, abseitige Aspekte dieses monumentalen Problemkomplexes zu finden, sie historisch zu kontextualisieren und gleichzeitig poetisch zu verarbeiten.

 

In ihrem Film Ohne Sorge beschäftigt sich die Künstlerin mit der vielschichtigen Bedeutung der Palme, die nicht nur Symbol für Urlaub, Paradies und Wohlstand ist, sondern auch in Ökonomie und Kulturgeschichte eine bedeutende Rolle spielt.

 

Der 23-minütige Film ist in ruhigen Bildern angelegt und zeigt die Einfuhr mediterraner Pflanzen aus den Parkanlagen des Schlosses Sanssouci in eine Pflanzenhalle. Die exotischen Kübelpflanzen müssen im Oktober eines jeden Jahres zur Überwinterung in diese Orangerie gebracht werden, um sie vor Herbststürmen und winterlichen Temperaturen zu schützen. Der Film thematisiert so, wie die koloniale Praxis, Lebewesen zu migrieren, diese kommodifiziert, also zu Waren macht. Die Ausblendung des Menschen als Ursache der abrupten Bewegungen im Filmbild vermenschlicht die Pflanzen. Während die tropischen Gewächse durch die historische Kulisse zu schweben scheinen, werden Spuren deutscher Kolonialgeschichte sichtbar. Der riesige klassizistische Bau und die durch Kübelzucht gebändigten Palmen treten in dem Film wie Antagonisten auf. Neben dem satten Blattgrün tauchen immer wieder marmorne Statuen auf, die mit ihren charakteristischen Attributen auf die Wissenschaft, die Künste oder die Industrie verweisen.

Vita

Rabia Caliskan

© Doerthe Boxberg

1985
geboren in Göttingen

 

bis 2020
Studium der Medialen Künste an der Kunsthochschule für Medien in Köln bei Professorin Beate Gütschow, Professor Johannes Wohnseifer und Professor Mischa Kuball

 

bis 2013
Studium der Fotografie an der Folkwang Universität der Künste in Essen bei Professor Christopher Muller und Professorin Elisabeth Neudörfl. Abschluss: Diplom

 

2011
Auslandssemester Fine Arts and Photography an der Gerrit Rietveld Academie Amsterdam, Niederlande, bei Professor Johannes Schwartz

 

AUSSTELLUNGEN (AUSWAHL)

2021
„Phantom Horizons #39“, Künstlerhaus Bethanien // Berlin

 

„Ohne Sorge“, City of Gold // Essen

 

2020
„Cherry Picking Paradise“, Matjö – Raum für Kunst // Köln

 

2018
„Akademie [Arbeitstitel]“, Kunsthalle Düsseldorf // Düsseldorf

 

2017
„EMAF: Push“, European Media Art Festival // Osnabrück

 

PREISE UND STIPENDIEN (AUSWAHL)

2015
Preis für die Gaffel Kölschglas-Edition exklusiv zur Art Cologne // Köln

 

2013
Stipendium Gesellschaft der Freunde und Förderer der Folkwang Universität
der Künste e. V. // Essen

Weitere Werke

aus der Serie: La palmera que se dobla pero no se rompe: Aussicht, 2019
Inkjet-Print, 40 x 50 cm gerahmt; Ausstellungsansicht

aus der Serie: La palmera que se dobla pero no se rompe: Fuego, 2019
Inkjet-Print, 22 x 33 cm gerahmt; Ausstellungsansicht

Position, 2020
Repros, Übersicht Seite 1 – 32
Künstlerbuch (Eigenverlag), 32 Seiten, 12 x 21 cm

Position, 2020
Repros, Seite 4 – 5 Künstlerbuch (Eigenverlag), 32 Seiten, 12 x 21 cm

Übertöpfe, Screenshot, 2020
3-D-Modell für Web und AR

sara-hoffmann.de/qr