Svenja Schaaf

SPHX, 2022
Multimedia-Installation: Installationsansicht

SPHX, 2022
Pigmentdruck auf Transparentpapier, 53 x 80 cm

SPHX, 2022
Textilkreide, Frotteestoff, Seidenstoff 144 x 123 cm

SPHX, 2022
Epoxidharz, 80 x 130 x 65 cm

SPHX, 2022
Seidenpapier 12 x 19 cm

SPHX

In SPHX (2022) setze ich mich, wie bereits in früheren Arbeiten, mit den Grenzen des Mediums Malerei und seinen Überschneidungen und Wechselwirkungen mit anderen Medien auseinander, die ich in einen räumlichen Dialog treten lasse. So ist auch die vierteilige Arbeit SPHX vor dem Hintergrund eines erweiterten Malereibegriffs zu lesen.

 

Ihre Bestandteile sind:

 

  • Eine Fotografie, die die pastos modellierte Gipsoberfläche einer Skulptur wiedergibt.
  • Eine textile Wandarbeit, bestehend aus Frottee- und Seidenstoff sowie Textilkreide. Sie zeigt den Oberkörper und das Bein einer weiblichen Figur in der Haltung einer Sphinx. Teilweise ist die Malerei mit Seidenstoff überdeckt und lässt so deren Motiv nur erahnen.
  • Eine Skulptur aus Epoxidharz: In ihr vereint sich der statisch orientierte Unterkörper einer Sphinx mit dem Kopf eines Lamms zu einer neuen Figur.
  • Rechts daneben ein kleines, rechteckiges Stück Seidenpapier, das formal gesehen das Element des Bodens betont und sich als farbliche Ergänzung zur Malerei kompositorisch eingliedert.

 

Ausgehend von der mythologischen Darstellung und Bedeutung der Sphinx beschäftige ich mich mit den Themen Geheimnis („Hu“) und Rätsel. Meine Arbeit verhandelt Themen wie (Un-)Sichtbarkeit in der Malerei, das Unterbewusste, Prozesshaftigkeit und das Forschen nach dem, was sich unter der Oberfläche verbirgt. Mit der Integration des Fabelwesens der Sphinx, die auch als Wächterfigur gelesen werden kann, stelle ich hier explizit auch die Frage nach dem Urteil in der Kunst. Wer kommt der Lösung ihres Rätsels am nächsten?
Svenja Schaaf

Vita

Svenja Schaaf

1995
geboren in Hamm

 

2016 – 2022
Studium Freie Kunst und Lehramt an der Kunstakademie Münster bei Professorin Julia Schmidt

 

 

AUSSTELLUNGEN (AUSWAHL)

2022
„- es endet nicht“, atelier automatique // Bochum

 

2021
„open spaces“, Alte Apotheke // Ennigerloh

 

2019
„nach unten offen“, Forum Kunst Architektur // Essen

„deformed innocence“, Kunstakademie // Münster

 

 

PREISE UND STIPENDIEN (AUSWAHL)

2022
Residence, Manor Dahlewitz // Berlin

Kunstpreis automatique // Bochum

Weitere Werke

open spaces, 2022
Seidenpapier, Folie, Gips,
250 x 500 x 200 cm; Installationsansicht

implicit, 2019
Folie, Acryl, Stoff, Maße variabel